Hardisleben

Orgel und Deckenmalerei in der Kirche zu Hardisleben

Orgel und Deckenmalerei in der Kirche zu Hardisleben

Hardisleben ist einer der ältesten Orte des Bezirkes, wurde aber erst 1300 als Ort erwähnt, obwohl schon 1265 von Heinrich von Hartislouben gegründet. Seither stand der Ort unter der Oberhoheit dem Bischof von Naumburg zu. Kirchlich gesehen gehörte er also zum Moritzkloster zu Naumburg, weltlich jedoch schon seit1337 den Grafen von Orlamünde und ab 1346 den Landgrafen von Thüringen. Trotz weiterer Besitzwechsel von Hardisleben wurde im Jahr 1505 der Bau einer Kirche des heiligen Johannes vollendet. Die Kirche brannte 1679 nieder und wurde bis 1684 auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut. Die gesammte Anlage stammt aus der Spätgotik des 15. Jahrhunderts und gehörte seit 1496 zum Naumburger Moritzkloster. Von dem Bau des 15. Jh. sind einige Fenster und eine Tür, sowie ein Teil des ursprünglichen Turmes erhalten geblieben. Ein Um- und Ausbau erfolgten 1550, bei denen einige Öffnungen verändert wurden. Umfangsreichere Erneuerungsarbeiten gab es Ende des 17. und Anfang des 18. Jh. Unter Herzog Johann Ernst III, welche dann später durch dessen Wittwe weiter geführt wurden. Die damals gefertigte Decke ist noch heute zu sehen und in gutem Zustand. Der Nordturm wurde abgebrochen und am Westteil des Langhauses neu errichtet. Im Obergeschoss befindet sich eine zugemauerte Öffnung, welche im 16. Jh. Zum damaligen Turm führte.
Stille

Stille


Die typischen Fenster des 15.,16. und 17. Jh. in Form von Spitzbogen, Flachbogen und Schweifbogen wurden Ende des 19. Jh. bei einer Erneuerung verändert. Im Innern der Kirche sind die Ausbildung mit Holz, Stuck und Farben sehr einheitlich und sind weniger gotisch, als mehr im Barock- und Zopfstil. In den Seitenschiffen befinden sich gemalte Brustbilder von Jesus Christus und den Aposteln, den Wappen von Sachsen-Weimar und den Namenskürzeln von Charlotte Dorothea Sophie, Landgräfin von Hessen-Homburg. Im Spiegelfeld gibt es größere Gemälde, welche das jüngste Gericht, die Taufe Christi und den Untergang von Sodom und Gomorrha zeigen. Das Taufgestell von 1684 ist aus Holz und enthält Tafeln mit Sprüchen und Engeln. Die Kanzel von 1687 enthält die Stiftungsinschrift von Johann Ernst. Der Altar Aufsatz enthält ein Täfelchen mit der Stiftungsinschrift des fürstlich-sächsischen Amts- und Gerichtsschreibers, Laube von 1884 und einen Sockelteil mit der Abbildung des Abendmahls, so wie Figuren von Moses und Christi und ein Gemälde der Kreuzigung. Weiterhin gibt es noch ein Gemälde der Himmelfahrt mit geschnitzter Umrahmung. Der Kirchhof stammt aus dem 17. Jh. und wurde im Spätrenaissance-Stil angelegt.
Altar und Deckenmalerei

Altar und Deckenmalerei


Die Architektur des Hofes war der Zeit entsprechend eher aufwendig und verfügte über entsprechende Bauteile aus dem römischen Barock. Die Oberkirche war der heiligen Maria gewidmet und stammt aus dem Jahr 1538. Der heutige Zustand der Kirche ist äußerlich sehr ansprechend. Und auch wenn die innere Ausstattung vor etwa einhundertzwanzig das letzte mal überarbeitet wurde, ist sie relativ gut erhalten und bietet einen würdigen Eindruck.

Biebelschlumpf im Dezember 2006

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